Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen

20 Jahre Gesellschaft für künstlerische Gestaltungslehren – Gestaltungslehre im Architekturstudium der Bergischen Universität Wuppertal

19.06.2026|10:20 Uhr

Das Lehrgebiet Darstellen und Gestalten in der Wuppertaler Architekturausbildung ist nicht als bloßer Zeichenkurs oder als propädeutische Vorstufe zu verstehen. Es bildet einen zentralen Denk- und Handlungsraum, in dem Studierende lernen, Raum, Körper, Material, Maßstab, Oberfläche, Licht, Atmosphäre, Konstruktion und Kontext nicht allein technisch, sondern auch taktil, ästhetisch, experimentell und kritisch zu begreifen.

Das Lehrgebiet Darstellen und Gestalten - die künstlerische Gestaltungslehre in der
Architektur Ausbildung, soll nach dem Ausscheiden des derzeitigen Professors Heinrich
Weid im Jahr 2030 keine/n direkte/n Nachfolger/in bekommen, sondern mit den
Fachbereichen Design und Kunstpädagogik zusammengeführt werden.
Dies führt zu einer grundsätzlichen Frage nach den essenziellen Voraussetzungen einer
künstlerischen Lehre als Grundstein für eine gestalterisches Studium wie in diesem Falle
dem der Architektur.
Was hierbei als Zukunftspotential begriffen werden kann, ist die Tatsache, dass
Disziplinen nicht immer weiter auseinander dividiert werden, sondern, wie in diesem
Falle geplant, dass es in der Architektur- und Design-Ausbildung zu Überschneidungen
kommen soll.

Vor 20 Jahren gründete sich hier in Wuppertal am Lehrgebiet von Prof. Weid ein
Zusammenschluss von Gestaltungslehrenden in künstlerischen Fächern an Hochschulen.
Diese Gesellschaft für künstlerische Gestaltungslehren (GKG) hat Anfang des Jahres 2026
von den ursprünglichen Plänen des Rektorates der Bergischen Universität gehört den
Studiengang Architektur einstellen zu wollen. Auch wenn diese Pläne nun zugunsten
neuer Zusammenschlüsse (siehe oben) ad acta gelegt werden konnten, wird sich der
Vorstand der Gesellschaft der künstlerischen Gestaltungslehrenden, sowie weitere
Akteuere des Vereins am Freitag, den 26. Juni in Wuppertal am Campus Haspel treffen
und mit den Studierenden des vierten Semesters in der Architekturausbildung eine
spontane, künstlerische Übung durchführen, die die Wichtigkeit der künstlerischen
Ausbildung in den Mittelpunkt stellen wird!

Parallel führt das Lehrgebiet Darstellen und Gestalten in diesem Semester ein Seminar
durch, welches sich explizit mit der Wuppertaler Schwebebahn auseinandersetzt. Neben
verschiedenen Beobachtungs-Übungen an allen Stationen, zeichnerischen
Auseinandersetzungen in Form von gemeinsamen Panoramazeichnungen und
ornamentalen Interpretationen aller 20 Stationen arbeiten die Studierenden nun daran alle
20 Stationen skulptural neu (auf Ersatzhaltestellenständern) zu interpretieren. Diese
Ergebnisse werden am Freitag, den 17. Juli ab 11 Uhr am schoolwalk der Berufsschule am
Campus Haspel das erste mal öffentlich vorgestellt.

Mit freundlicher Unterstützung von: WSW, Ströer

Kontakt: weid@uni-wuppertal.de, nadji@uni-wuppertl.de