"Was fehlt, wenn nichts mehr stört?" - Architektur-Ausstellung mit Studierendenarbeiten zum Studio-Thema "Silo" | ab 22.09.26
IKONEN DER MODERNE - Silos, Speicher und Lagerhäuser in Deutschland
Leere Riesen in der Landschaft: Silos, Speicher und Lagerhäuser prägen zahlreiche Ortsbilder in Deutschland – und bleiben dennoch weitgehend unsichtbar. Die Studioausstellung IKONEN DER MODERNE macht diesen Spannungsbogen sichtbar. Sie zeigt die Ergebnisse des Studios 2025/26 im Masterstudiengang Architektur an der Bergischen Universität Wuppertal, geleitet von Kevin Weidemann vom Lehrstuhl Bauen mit Bestand und Baukonstruktion, Professor Georg Giebeler.
Vom Funktionsbau zum ungeliebten Erbe. Einst konzipiert als reine Infrastruktur für Getreide und Schüttgüter, stehen heute viele dieser Bauwerke leer oder befinden sich im Zustand des Übergangs. Die Arbeit untersucht den Gebäudetyp aus historischer, architektonischer und gesellschaftlicher Perspektive – von der typologischen Einordnung über Wirkungsanalysen und Fallbeispiele bis hin zu konkreten Ortsbesuchen, bei denen Materialität, Atmosphäre und räumliche Präsenz unmittelbar erfahrbar wurden. Gespräche mit Akteuren aus Planung und Praxis ergänzen die Untersuchung und machen unterschiedliche Positionen zu Erhalt, Rückbau und Transformation greifbar.
Zwischen Abriss und Denkmal. Ein zentrales Fragefeld der Ausstellung: Welchen Wert besitzen diese Bauten tatsächlich? Umnutzungen scheitern bislang häufig an ihrer Wirtschaftlichkeit, während Abriss neue Freiräume verspricht. Die Studierenden loten aus, ob Silos und Speicher potenzielle Denkmale sind, die es zu schützen gilt – oder überholte Funktionsbauten, deren Rückbau städtebauliche Chancen eröffnet.
Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung!
Am 22.09.2026 bei NODA Studio, Friedrich-Ebert-Straße 72 in Wuppertal.